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Regenbogen über Sharks Cove auf Oahu, Hawaii

Hawaii - Ein Reisebericht über Ukulelen, traumhafte Landschaften und ganz viel Aloha!

Ganz gleich, ob man sich beim ersten Urlaub auf Hawai'i (nf. Hawaii) in die Ukulele verliebt oder die Liebe zur Ukulele die Sehnsucht nach Hawaii überhaupt erst befeuert – spätestens wenn man das erste Mal Fuß auf eine der Inseln setzt, ist es um einen geschehen. So zumindest erging es uns und bis heute ist Hawaii unser Sehnsuchtsort, zu dem es uns immer wieder zurückzieht.

Fragt man mich, Maria, die Autorin dieses Beitrags, nach meinen Hobbies, dann steht ein Punkt ganz oben auf der Liste, nämlich stundenlang von Hawaii zu schwärmen - das bestätigen vermutlich alle, die mir mehr oder weniger freiwillig schon einmal das Stichwort gegeben haben und sich dann einem ausgedehnten Monolog über meine heiß geliebten Inseln ausgesetzt sahen – try stopping me! :-D

Tipps und Tricks für eine Reise nach Hawaii

Sechs Mal waren wir inzwischen auf Hawaii, haben alle Inseln erkundet, die man touristisch erkunden kann, haben unzählige Eindrücke zu Land, zu Wasser und in der Luft gesammelt und viele wunderbare Abenteuer erlebt. Da liegt es nah, unsere Liebe für das Archipel in einen Beitrag münden zu lassen, andere daran teilhaben zu lassen und vielleicht zu einem Ausflug ins Paradies zu inspirieren. Ein Beitrag ist es nicht geblieben, es sind sechs geworden und da ich kein html-crack bin und keine Ahnung habe, wie ich meine in Wordpress geschriebenen Erlebnisse hier elegant einbinden kann, entführe ich euch zum Blog Let Curiosity Guide You und schicke ich auf eine Reise durch Oahu, Maui, The Island of Hawai'i, Kauai, Lanai und Molokai. Ihr könnt euch wahlweise hier von Insel zu Insel klicken oder auf dem Blog selbst - alle Weg führen nach Ro... Hawaii ;) Much Aloha!

Wo Aloha die Seele küsst – Mein Sehnsuchtsort Hawaii

Steigt man auf Hawaii aus dem Flieger so wird man sofort - sprichwörtlich und im übertragenen Sinne - von Wärme empfangen: Das laue Klima und der allgegenwärtige Aloha Spirit umhüllen, wie eine liebevolle Umarmung, in der man versinken, loslassen und ankommen kann. Hawaii, das Archipel aus über hundert vulkanischen Inseln, die wie eine Perlenkette aufgereiht im Pazifik liegen, verzaubert ab der ersten Minute. 

Sieben der paradisischen Inseln sind bewohnt: Oʻahu, Maui, Hawaii (die häufig beim Spitznamen „The Big Island“ genannt wird), Molokaʻi, Lānaʻi, Kauaʻi und Niʻihau. Kahoʻolawe, die ebenfalls zu den Hauptinseln gehört und heute den bezeichnenden Beinamen „Target Isle“ trägt, war einst bevölkert, wurde dann vom US Militär zerbombt und wird seit den 1990er Jahren nur noch für spirituelle und kulturelle Riten der indigenen Bevölkerung genutzt. Es kann nicht besucht werden, ähnlich wie Ni'ihau, das man nur auf Einladung der dort lebenden Bevölkerung bereisen kann. Die anderen sechs Inseln jedoch empfangen Besucher:innen herzlich – und sie wären selbst die anstrengendste und längste Anreise wert.

Nuuanu Pali Lookout auf Oaha Hawaii
Der Blick vom Nuuanu Pali Lookout auf die Westküste Oahus

Nicht ganz so paradiesisch: Der illegale Umsturz durch die USA

Heute ist Hawaii als 50ster Bundesstaat der USA bekannt, als „Aloha State“. Dieser Spitzname täuscht darüber hinweg, dass die Inseln unrechtmäßig von den USA annektiert wurden und ihre Geschichte insbesondere in den letzten rund 200 Jahren von immensen Ungerechtigkeiten, massiver Ausbeutung und kontiniuerlicher Respektlosigkeit geprägt sind. Das Königreich Hawaii exisiert rein rechtlich bis heute und der illegale Umsturz wurde von den USA sowie international vor einigen Jahren offiziell anerkannt. An den Gegebenheiten ändert das nichts:

Hawaii wird als Paradies vermarktet und es findet ein regelrechter Ausverkauf der Inseln statt. Davon profitieren einige wenige und seit über einem Jahrhundert entwickelt sich eine sich zunehmend zuspitzende, soziale Schieflage. Die Preise für Lebenshaltung und Wohnraum steigen kontinuierlich, die indigene Bevölkerung wird systematisch verdrängt und der immer größere Fokus auf Einkünfte aus dem Tourismus sorgt für eine Intensivierung all dieser Probleme.

Grenzenloser Tourismus zerstört die Inseln Hawaiis 

Die gern betonte, vermeintliche „Abhängkeit vom Tourismus“ befeuert auf Hawaii eine Negativspirale: Kilometerlange Staus treiben einge Orte in einen regelrechten Verkehrskollaps, einige Sehenswürdigkeiten mussten für die Öffentlichkeit gesperrt werden – zu groß waren die Verwüstungen durch Tourist:innen – andere können nur noch mit wochenlang im Voraus beantragten Permits besucht werden. Die ohnehin hohen Preise, die in keinem Verhältnis zum durchschnittlichen Einkommen stehen, sorgen dafür, dass sich eine Art Tourismus der Priviligierten etabliert. Kaufkräftige Tourist:innen besuchen die Inseln und bringen deutlich spürbares „Entitlement“ mit sich, eine Art selbstempfundenes Anrecht auf Erlebnisse und Verhaltensweisen, die den Respekt für die indigene Bevölkerung und die Locals vermissen lassen [An dieser Stelle sei die erste Staffel der Serie „The White Lotus“ empfohlen, die ebendieses Entitelment satirisch portraitiert.]. Nicht selten mündet so ein Urlaub darin, dass sich Besucher:innen ein „Stückchen vom Paradies“ kaufen, Land privatisieren und somit die Preissteigerung weiter antreiben. Auch die Hotellobby hält übertrieben viel Macht über die Inseln und arbeitet aktiv daran mehr Land für ihre Zwecke „nutzbar“ zu machen. [Zu diesem Thema können wir den Film „The Descendants“ mit George Clooney wärmstens empfehlen, der Hawaii sehr realistisch portraitiert und einige dieser Entwicklungen aufgreift.] Die Gewinne stecken sich auf dem Festland ansässige Konzerne in die Taschen. Lokal bleibt zu wenig hängen die Abhängigkeit vom Tourismus ist zumindest zum Teil eine Nebelkerze. 

Das Nachsehen haben die Locals, die zum Teil seit vielen Generationen auf den Inseln leben und insbesondere die Hawaiianer (By the way, nur die indigene Bevölkerung wird Hawaiianer genannt, alle anderen sind Residents, Locals oder Haole – so wie wir, die wir die Inseln besuchen). Die Obdachlosigkeit ist deutlich sichtbar gestiegen – fast 50 Prozent der Obdachlosen sind Natives – der Drogenkonsum steigt kontinuierlich und statt sich dieser Probleme anzunehmen, ist die Verwaltung vornehmlich damit beschäftigt, die wenigen Strände auf denen Menschen Zeltlager erichtet haben zur räumen und mit Bau-Equipemnt sprichwörtlich platt zu machen, um für die Augen der Besucher:innen gefälliger zu wirken. Hawaii gehört zu den teuersten Orten der USA, das Einkommen auf den Inseln fällt aber weit hinter anderen Staaten zurück – die soziale Schieflage wächst stetig weiter.

Kein Wunder also, dass „Haole go home!” immer häufiger zu hören ist – mal als freundliches „Willkommen! Schön, dass du Hawaii besuchst, aber vergiss nicht, wieder heim zu fahren.“, mal als deutliches „Verpiss dich!“. Und man kann es den Menschen nicht verübeln. Umso wichtiger ist es, Hawaii respektvoll zu besuchen, sich seiner eigenen Privilegien und Sichtweisen bewusst zu sein, Grenzen zu akzeptieren und sich über diesen wunderbaren Ort und seine Kultur zu informieren.

Hawaiianische Flagge vor dem Mauna Kea
Die hawaiianische Flagge weht stolz und mit viel Symbolkraft vor dem Gipfel des Mauna Kea.

Kokua please! Wie du Hawaii respektvoll besuchst

Trotz aller sozialen Schieflagen und Kritikpunkte an der Vermarktung als Paradies: Hawaii ist traumhaft schön und wer auch nur ein bisschen Abenteuerlust im Herzen spürt, wird diese Inseln lieben. Um respektvoll zu reisen, sollte man sich an ein paar simple Richtlinien halten.

  1. Hawaii ist paradiesisch, aber es ist nicht unser Spielplatz!
    Wenn du reist, sei dir deiner Umgebung stets bewusst und achte auf dein Umfeld. Auf der Straße parken, weil du den Wasserfall aus der Nähe betrachten möchtest? Oder am Strand ein bisschen langsamer fahren, um den Surfern auf dem Wasser zuzuschauen? Das zieht unweigerlich Rückstau nach sich – ein echtes Ärgernis für die Menschen, die hier leben und ihren Alltag bestreiten müssen. Viele Menschen hier müssen sich mit mehreren Jobs über Wasser halten und schnell von A nach B kommen, da sind Haole allzu häufig im Weg.

    Viele Orte mögen unscheinbar aussehen, Heiau zum Beispiel muten an, wie Steinhaufen. Doch es sind kulturelle Plätze und ihnen gebührt Respekt. Es kommt regelmäßig vor, dass Tourist:innen auf Heiaus klettern oder sich beim Pinkeln in den Vulkan auf Video aufnehmen – das ist respektlos und absolut unnötig.

    Wenn du wanderst, folge den Wanderwegen, insbesondere dann, wenn sie abgesteckt sind. Viele Pflanzen und Tiere auf den Inseln sind unscheinbar – und schnell zertrampelt.

  2. Egal ob zu Land oder im Wasser: Halte Abstand von den endemischen und zum Teil bedrohnten Tierarten. Mit Delfinen schwimmen, Honus streicheln oder ein Selfie mit einem Monk Seal? Darauf solltest du verzichten, denn all das ist aus gutem Grund verboten. So putzig die tierischen Freunde aussehen, wir Menschen erkennen ihr Schlaf-, Futter- und Fluchtverhalten einfach nicht und was uns als freundliches Erlebnis erscheint, kann für die Tiere tödlich enden. Delfine zum Beispiel, schlafen tagsüber, mit geöffneten Augen und schwimmend. Wer auf sie zuschwimmt, sie berührt oder gar verfolgt, stört ihren Schlaf massiv und sorgt dafür, dass sie zu geschwächt für die Jagd sind und verhungern können. Deshalb: Abstand halten und von Weitem bewundern!

    Dasselbe gilt für die schützenden Riffe, die sich um die Inseln ziehen und mit Korallen aufwarten, in denen sich unendlich vielen Fische tummeln. Nutze ausschließlich „reef protective“ Sonnenschutzcreme (alles andere ist auf Hawaii fürs Wasser ohnehin verboten), tritt nicht auf Korallen und halte dich unter Wasser nicht an Steinen oder dem Riff fest. Eine Berührung durch uns, kann jahrzentelangen Schaden am Riff anrichten.

  3. Unterstütze indigene Geschäfte und Unternehmen, zum Beispiel indem du lokale Cafés und Restaurants besuchst, gezielt Kunst von hawaiianischen Künstler:innen kaufst und deine frischen Lebensmittel auf Farmers Markets oder in kleinen Supermärkten holst.

  4. Informiere dich über die Kultur Hawaiis, sei es auf Instagram, TikTok, durch Bücher, einen Besuch im könglichen Schloss oder in Museen. Lerne die Geschichte, die kulturellen Hintergründe und die Praktiken der Inseln kennen. Wir versprechen, du wirst Hawaii nur noch mehr lieben lernen.

  5. Genieß deinen Urlaub – aber fahr wieder nach Hause! ;)

Oahu – The Gathering Place

Oahu ist die Insel auf der man den Einfluss des Festlands der USA am meisten spürt – und doch bietet diese Insel atemberaubende schöne Hawaii-Erlebnisse: Factory Visits bei verschiedenen Ukulele-Herstellern, weltklasse Surfstrände, viel Kultur und Geschichte, fantastisches Essen aus abgerissenen anmutenden, bunten Food Trucks, eine umwerfende Landschaft – und ganz viel Aloha. Entdecke Oahu!

Der Strand in Haleiwa, an der North Shore der hawaiianischen Insel Oahu
In Haleiwa, an der North Shore Oahus, finden jedes Jahr Surf Contets zwischen den Weltbesten Surfer:innen statt.

Maui – The Valley Isle

Maui bietet schlicht unendliches Abenteuer. Ob Vulkankrater, Stand up Paddlen, Schnorcheln, Surfen, dramatische Küsten, Regenwald oder Kultur - Maui has it all! Wahre Glücksgefühle beschert Paia, ein kleines Hippie-Städtchen im Norden Mauis, das mit gerade einmal zwei Straßen aufwartet und mit grandiosem Essen, wundervollen Shops und einem durch und durch laid back feel. Doch Paia ist nicht nur bezaubernd, es ist auch ein fantastischer Ausgangspunkt für atemberaubende Entdeckungstouren auf Maui, wie der Road to Hanā oder dem Vulkankrater Haleakalā. Allerdings haben die letzten zehn Jahre den Tourismus hier deutlich erstarken lassen, man muss sich diese traumhafte Insel mit vielen anderen teilen – und inzwischen für viele Erlebnisse im Voraus eine Zugangsberechtigung („Permit“) beantragen. Trotzdem eine tolle Insel. Entdecke Maui!

Ein Regenbogen über Maui

Ein für die Insel so typischer Regenbogen über Haiku auf Maui

Hawaii Island – The Big Island

Wenn man mit dem Flieger auf der jüngsten und größten der hawaiianischen Inseln ankommt, hat man zunächst den Eindruck, man lande auf einem Acker. Soweit das Auge reicht, erst einmal sieht man nur große Flächen schroffer, aufgerissener, schwarzer Lava. Doch die Insel, die oft Big Island genannt wird, ist viel mehr und vereint so viele vermeintliche Widersprüche in sich, dass es nicht langweilig wird, die Insel zu erkunden. Es ist unsere absolute Lieblingsinsel, die zum Wandern im nebligen Urwald und über weite, schwarze Lavaflächen einlädt, vor der Wale, Delfine und Honus spielen, die mit romantisch schönen, dramatischen Küsten aufwartet, mit vielen kulturellen Kraftplätzen und fantastischem Kaffee. Entdecke diese ganz besondere Insel!

Sonnenuntergang auf dem Mauna Kea auf Hawaii
Sonnenuntergang vom Mauna Kea aus betrachtet, dem vom Meeresboden aus gemessen höchsten Berg unserer Erde.

Molokai - The Friendly Isle - und Lanai - The Pinapple Isle

Wenn du auf Maui mehr Zeit einplanen kannst, lohnt sich einen Ausflug nach Moloka’i und/oder Lana’i, zwei kleinere Inseln zu denen von Lāhainā aus täglich Fähren gehen. Molokai ist ganz zauberhaft und schnell „umrundet“. Trotzdem ist diese charmante kleine Insel einen Besuch wert, allein schon um zu spüren, dass es Orte gibt, die noch relaxter sind, als Hawaii es ohnehin ist. Lana’i hingegen birgt eine regelrecht gespenstische Atmosphäre. Es ist als würde von den zerstörten Kirchen, den verwaisten Resorts, den einsamen Stränden eine regelrecht abweisende Energie ausgehen. Dennoch – oder gerade deswegen – ist Lana‘i ein Abenteuer wert. Entdecke Moloka'i und Lana'i!

Windgepeitschte Bäume auf Lanai, Hawaii
Windgepeitschte Bäume auf Lanai, einer gespenstisch anmutenden Insel mit viel zu entdecken. 

Kauai - The Garden Isle

Kaua’i ist wunderschön und unendlich grün. Allerdings haben wir auch noch nie so viele säuberlich gemähte Rasen und so viele Rentner:innen auf einmal gesehen. Viele lassen sich hier längere Zeit im Resort nieder oder verleben ihren Lebensabend im Condo am Strand. Dennoch, Kaua’i ist zauberhaft und schon aufgrund der abenteuerlichen Wanderwege, seines wahrlich beeindruckenden Waimea Canyons und der atemberaubenden, samtgrünen Klippen der Nā Pali Coast einen Besuch wert. Erfahre mehr über Kauai!

Die atemberaubend schöne NaPali Küste auf Hawaii mit ihren Steilklippen
Die atemberaubend schöne NaPali Küste auf Hawaii mit ihren Steilklippen.

 

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