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Die Stimmung der Ukulele Part 2: re-entrant, Low-G und High-G

Geposted von Maria Mahler am

Wenn dir die Begriffe re-entrant Stimmung, rückläufige und lineare Stimmung, Low-G und High-G Sorgenfalten ins Gesicht zaubern: Tief durchatmen, denn es wird nicht komplizierter als in unserem ersten Blogbeitrag zur Ukulele-Stimmung.

Ukulele im Sonnenlicht

Re-entrant oder auch rückläufige Stimmung

Die schwierig klingende „re-entrant Stimmung“ ist nichts anderes als die typische Ukulele-Stimmung, die dem kleinen Instrument seinen unverwechselbaren Klang gibt.

Re-entrant bedeutet, dass die Saiten nicht wie auf den meisten Saiteninstrumenten vom tiefsten zum höchsten Ton gestimmt sind. Bei der Ukulele wird hierbei die vierte Saite (die G-Seite, die dem Kinn am nächsten liegt) höher gestimmt ist als die folgende C- und E-Saite. Dadurch ist sie verantwortlich für den typischen, quirligen Ukulele-Sound.

Junge Frau auf Skateboard mit Ukulele

Lineare Stimmung für gitarrigen Sound & Melodiespiel

Dem gegenüber steht die lineare Stimmung, bei der die vierte Saite auch die tiefste Saite der Ukulele ist. Gitarren sind übrigens in der Regel linear gestimmt und einige Spieler bevorzugen diese Stimmung für das Melodiespiel.

Low-G und High-G

Mit re-entrant und linearer Stimmung verknüpft ist der Trend zur Low-G-Saite. Auch das klingt komplizierter als es ist. In der Regel kommt die Ukulele (Sopran, Konzert und Tenor) mit einer High-G-Saite, also in der re-entrant (heißt rückläufigen) Stimmung.

Eine tiefe G-Saite (Low G) ändert diese Stimmung zu einer linearen Stimmung, denn die vierte Saite ist nun die am tiefsten gestimmte und die drei anderen Seiten klingen zunehmend heller.

Kurzum: Hast du eine Ukulele mit klassischer g-c-e-a-Stimmung, hast du gleichzeitig eine re-entrant-Stimmung. Ziehst du eine Low-G-Saite auf oder hast eine Bariton-Ukulele mit d-g-h-e-Stimmung, ist deine Ukulele linear gestimmt.

Ukulele & Guitarre im Detail

Low-G und der Saitendurchmesser

Ein wichtiger Hinweis für alle, die ihre Ukulele zu Low-G umrüsten wollen: Low-G-Saiten haben einen etwas größeren Durchmesser, als High-G-Saiten. Deshalb kann es sein, dass die Saite nicht optimal in der Einkerbung des Sattels liegt und sich deshalb schwerer spielen lässt oder klanglich nicht zufriedenstellend klingt. Die Einkerbung des Sattels kann behutsam und mit dem richtigen Werkzeug angepasst werden, um die Saitenlagen der Low-G Saite zu optimieren.

Dabei muss aber beachtet werden, dass der Sattel nicht so einfach wieder „aufgebaut“ werden kann, sollte man zu High-G zurückwechseln wollen. Die Entscheidung sollte also gut überlegt sein. Viele Spieler haben deshalb eine Ukulele mit High-G und eine mit Low-G.

Ukulele-Detail Kopfplatte mit Sattel

Umwickelte Low-G-Saiten machen bauliche Änderungen obsolet 

Wer sich unsicher ist und Low-G ausprobieren möchte, kann sich mit einer ummantelten Low-G-Saite behelfen. Diese ist im Durchmesser schlank wie eine High-G, passt also genauso gut in die Kerbe im Sattel. Einziges Manko: Die meisten G-Saiten dieser Saiten Sätze fühlen sich nicht glatt und angenehm an, wie eine klassische Ukulele-Saite sondern wie eine ummantelte Gitarrensaite – und kommt mit dem passenden Quietschen, wenn man mit dem Finger an ihr entlang gleitet.

Ummantelte Low G Ukulele Saite von D'Addario

Eine weitere Alternative sind Spezialsaiten die die Fremont "Soloist", eine Einzelsaite, die zwar umwickelt ist, aber nicht quietscht.  

Fremont Soloist umwickelte Low G Saite, die nicht quietscht
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Photo Credits: Unsplash, Pexels, Fremont, D'Addario 
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