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Ukulele Shop mit vielen Ukes zur Auswahl , credit: Tijuana Brass Ukulele wall, CC BY-SA 3.0(cropped)

Ukulele Kaufberatung: Wo anfangen beim Ukulele-Kauf?

Sich für den Kauf einer Ukulele zu entscheiden, ist nicht schwer. Kompliziert wird es erst dann, wenn man sich für ein bestimmtes Modell entscheiden muss. Die Auswahl ist schier unendlich und man hat die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Ukulele-Arten, -Größen, -Marken, verschiedenen Hölzern, Hals-Längen, Saiten und nicht zuletzt Dekors. Da kann einem schon mal schwindlig werden. Aber keine Sorge, bei nur einer Ukulele bleibt es in der Regel ohnehin nicht (dieses Phänomen nennt sich UAS, Ukulele Acquisition Syndrome, und ja, das gibt es wirklich), es gibt also keinen Grund sich beim Kauf der ersten Ukulelele allzu sehr stressen zu lassen. 😉
Ukulele Shop mit vielen Ukuklelen

Welche Ausstattung brauche ich als Ukulele-Anfänger:in?

Für den perfekten Einstieg ins Ukulelespielen brauchst du nicht viel. Unsere Empfehlung für angehende Ukulele-Fans ist die folgende Austattung: 

Ukulelespielerin mit Ukulele Anfänger Set

Wieviel kostet eine gute Ukulele?

Eine gute Ukulele muss nicht teuer sein: Mit rund 100 Euro bist du gut dabei. Natürlich kannst du locker mehrere tausend Euro für ein Instrument ausgeben, aber vielleicht wartest du mit solchen Summen einfach, bis das Ukulele Acquisition Syndrome bei dir einsetzt und startest zunächst mit einem Modell, dass den Geldbeutel weniger belastet. Allerdings willst du auch nicht zu sparsam an die Sache rangehen. Eine Ukulele für 20 Euro ist vielleicht optisch niedlich, wird dich aber klanglich nicht sonderlich begeistern. Wir empfehlen dir, dich für den Beginn an Preisen zwischen 60 und 120 Euro zu orientieren. In dieser Preisklasse findest du recht ordentlich verarbeitete, gut klingende Ukulelen, die auf jeden Fall eine Weile Freude machen; wir besitzen noch immer unsere allererste, 2013 gekaufte, preiswerte Kala-Ukulele und lieben sie nach wie vor heiß und innig. 

Kala Anfänger-Ukulele mit Hawaii Dekor

Welche Ukulele-Größe ist perfekt für den Einstieg?

Does Size matter? Die Ukulele kommen in überraschend vielen verschiedenen Größen, in den Stanardgrößen Sopran, Konzert, Tenor und Bariton, aber auch als Microlele, Piccolo, Sopranino und Sonderformen wie die Banjolele oder Guitarlele. Doch die perfekte Ukulele-Größe für den Anfang zu finden ist gar nicht so schwer und wir haben dir hier einen kleinen Leitfaden zusammengstellt.

Sopran, manchmal auch Soprano genannt, ist die „klassische“ Ukulele-Größe. Sie ist klein und bringt den typischen Ukulele Sound mit. Gerade für Menschen mit zierlichem Körperbau oder Kinder, ist diese Größe für dein Einstieg super, größere Spieler:innen bevorzugen für den Anfang aber häufig eine Konzert-Ukulele. Sie ist etwas größer, hat ein längeres Griffbrett mit etwas mehr Raum zwischen den Bundstäbchen. Dadurch empfinden sie viele als leichter zu halten und komfortabler zu spielen.    

Fun Fact: Ukulele-Spieler und Autor Will Grove-White findet Sopran übrigens auch deswegen von Vorteil, weil sie leicht im Papierkorb zu verstauen ist, wenn du ihrer überdrüssig werden solltest. Wir möchten an dieser Bestelle betonen, dass wir mit dieser Aussage absolut nicht konform gehen! Niemals, aber auch wirklich niemals, wirft man eine Ukulele weg. Du hast keine Lust mehr?! Glauben wir nicht. 😉 Aber sollte es wieder erwarten wirklich so sein: Verschenke deine Ukulele an Freund:innen oder hänge sie an die Wand und gib deinem Zuhause ein bisschen Beach Flair. 

Hier stellen wir dir die wichtigsten Ukulele-Größen vor.

Sind "China-Ukulelen" ihr Geld wert oder muss es eine Ukulele made in Hawaii sein?

Es gibt jede Menge Ukulele-Hersteller, darunter natürlich die Premium Manufkatoren Hawaiis - Kamaka, Kanile‘a, Ko‘olau und KoAloha, die wahrlich begehrenswerte High End Instrumente bauen – zu den entsprechenden Preisen. Für solche High End-Modelle legt man weit über 1000 Euro auf den Tisch. Aber: bis auf Kamaka haben alle der sogenannten 4K der Ukulele-Welt auch etwas günstigere Modell-Reihen, die wie die Ukulelen anderer Hersteller in Asien statt auf Hawaii gefertigt werden, aber gut verarbeitet sind, schön klingen und den guten Namen ihrer Häuser adäquat repräsentieren, so zum Beispiel Islander Ukulelen von Kanile'a.
  

Schöne Anfänger-Ukulelen zu günstigen Preisen 

Doch bei den hawaiianischen Marken hört die Auswahl nicht auf, es gibt jede Menge tolle Herstller, die in Asien toll klingende, gut verarbeitete und optisch sehr schöne Instrumente produzieren. "Made in China" sollte dich also nicht abschrecken - ganz im Gegenteil! Der Großteil der auf dem Markt verkauften Instrumente wurden in Asien gefertigt - und das ist absolut kein Manko. Auch in Asien werden die Ukulelen in spezialisierten Fabriken und fähigen Instrumentenbauer:innen gefertigt, doch die günstigeren Produktionskosten erlauben es, diese deutlich günstiger zu verkaufen. Übrigens haben auch die asiatischen Hersteller oft bemerkenswerte High-End-Modelle, die sich durchaus mit den Vorbildern der Pazifikinseln messen lassen können. Zu unseren bevorzugten Marken für Einsteigerukulelen zählen Ohana und Kala aus Kalifornien (inkl. ihrer Einsteigerserie Makala), die hübschen Islander, aNueNue, Enya sowie Flight aus Slowenien und Lanikai.
Ukulele-Anfängerin mit Flight Ukulele
Photo Credit: Ami & Stefan Norton 

Massivholz oder Laminat: Aus welchem Holz muss eine Ukulele gefertigt sein?

Traditionell wurden Ukulelen auf Hawaii aus Koa hergestellt, einer Akazien-Art die endemisch ist, also nur auf Hawaii wächst. Koa sorgt für einen ausbalancierten, warmen Klang – doch das heißt nicht, dass man sich auf dieses Holz beschränken muss oder dass deine erste Ukulele ein Instrument aus Massivholz sein muss. Dass nur Massivholz-Ukulelen gut klingen können, ist ein absolut unbegründeter Mythos. Massivholz kann scheibendick geschnitten sein und fürchterlich klingen (bzw. gar nicht, weil das Holz aufgrund seiner Dicke nicht schwingen kann), ebenso wie Laminat enorm hochwertig verarbeitet sein und unfassbar gut klingen kann. Eine pauschale Aussage lässt sich da einfach nicht treffen.

Auch die Frage, welchen Klang die Ukulele haben soll, überfordert zu Anfang gehörig - und kann gar nicht beantwortet werden, denn solche Präferenzen stellen sich erst später ein, wenn man schon etwas spielt und merkt, welche Stile und welcher Sound indviduell gut gefallen und passen. Jedes Holz bringt seine ganz eigene Klangqualität mit sich und jedes Holz – und sogar eine Ukulele aus Kunststoff – kann wunderbar klingen. Wir empfehlen deshalb: Mach dir beim Kauf deiner ersten Ukulele keine Gedanken darüber, aus welchem Holz sie sein sollte. Stattdessen: Finde eine Ukulele, die dir optisch gut gefällt, denn du solltest mit Freude immer wieder zu ihr greifen wollen.

Ukulelen mit Verzierungen aus verschiedenen Hölzern

Brauche ich andere Saiten oder kann ich die nutzen, die mit meiner Ukulele kommen?

Woran du generell nicht sparen solltest, sind vernünftige Saiten, denn sie beeinflussen den schönen Klang deiner Ukulele ganz wesentlich. Die meisten Ukulelen im Preissegment von 70-100 Euro kommen bereits mit guten Saiten - manche aber eben auch nicht und dann bist du für den Anfang gut beraten mit Nylon-Strings von Herstellern wie Aquila und D’Addario. Später, wenn du weißt, welchen Klang und welche Spielweise du bevorzugst, kannst du tiefer einsteigen und dich mit spezielleren Saiten, wie zum Beispiel Flourocarbon beschäftigen. Für den Einstieg würde ich jede Diskussion darüber erst einmal geflissentlich ignorieren. Wichtig ist nur: Man sollten Saiten immer mal wechseln, denn durch häufiges Spielen greifen sie sich ab, das verändert den Durchmesser und das wiederum führt dazu, dass deine Ukulele nicht mehr so hübsch klingt. Wie oft, das hängt ein bisschen davon ab, wie viel du spielst. Einmal im Jahr sollte man die Saiten schon erneuern, wenn du sehr viel übst vielleicht sogar jedes halbe Jahr. Wenn du mit dem Finger unter den Saiten entlang fährst und kleine Vertiefungen spürst, ist es definitiv Zeit für einen Wechsel 😉  

Die Ukulele-Stimmung: GCEA und DGBE

Die klassischen Stimmung der Ukulele ist GCEA - auch hawaiianische oder c-Stimmung genannt. Eine Ausnahme ist die Bariton-Ukulele, die (wie die unteren vier Saiten der Gitarre) DGBE gestimmt ist.  

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Ukulele zu stimmen, die wir in einem eigenen Blogbeitrag zusammengefasst haben: Wie stimmt man eine Ukulele?

Um es an dieser Stelle kurz zu machen: Ein Stimmgerät, auch Tuner genannt, hilft dir deine Uke in die „richtige Stimmung“ bringen.

Du hast schon mal etwas gehört von High-G und Low-G? Für den Einstieg empfehlen wir, auch das erst einmal zu ignorieren. Low-G ist eine Oktave tiefer gestimmt, als das klassische High-G und neben diesen Tweaks gibt es jede Menge andere Spielarten. Lass dich davon erst einmal nicht verwirren - und wenn du weiter recherchieren möchtest, kannst du das hier tun: Die Stimmung der Ukulele

Wie spiele ich die Ukulele und brauche ich dafür ein Plektrum?

Am Thema Plektrum scheiden sich die Geister. Traditionalist:innen würden vermutlich immer darauf drängen, die Ukulele nur und ausschließlich mit den Fingern zu spielen, aber wenn es dir das Plektrum hilft oder es dir damit mehr Spaß macht, go for it! Von einem Kunststoff-Plektrum wie für Gitarren raten wir für den Einsteig erst einmal ab, zum einen weil es die Saiten stärker strapaziert und man somit häufiger wechseln muss, zum anderen, weil es den Klang härter macht. Mit einem Leder- oder Filz-Plektrum hingegen schonst du die Saiten und kannst ihnen einen vollen, weichen ukuleligen Klang entlocken. Perfekt zum Üben oder für romantische Nächte unter Palmen. Es gibt auch spezielle Thumb-Picks aus Kunststoff, die wie ein Fingernagel genutzt werden können und von einigen geübten Spieler:innen - darunter Ukulele-Göttin Taimane Gardner- gern genutzt werden. Für den Anfang - so unsere Meinung - brauchst du das nicht.  

Die Ukulele spielt man am besten mit kurzen Fingernägeln

Das Dilemma, die Maniküre.

Kommen wir nun zum einzigen – ja, wirklich einzigen – Schwachpunkt der Ukulele: Die Fingernägel. Vergiss einfach gleich jeden Gedanken an eine hübsche Maniküre und lange, lackierte Fingernägel. Natürlich kannst du die Fingernägel deiner rechten Hand (oder der linken, wenn du Linkshänder:in bist das die Hand ist, die deine Strumming-Hand ist) wachsen lassen und sie quasi als Plektrum benutzen. Aber eben nur an dieser Hand. Die Nägel deiner linken (für Linkshänder:innen rechten) Hand - der sogenannten Greifhand, mit der du die Akkorde greifst - sollten so kurz wie möglich gefeilt sein. Du hast also die Wahl zwischen symmetrisch kurz oder asymmetrisch funky. No judging. Your choice 😉

Eine Tasche für deine Ukulele

Wer seine Ukulele einmal in den Händen hält, will sie eigentlich nicht in einer Tasche verstecken, trotzdem lohnt es sich für unterwegs ein Case anzuschaffen. Es gibt weiche, sehr leichte Taschen, sogenannte Gigbags oder Soft Cases und stabile, härtere Cases, sogenannte Ukulele-Koffer. Letztere schützen die Ukulele natürlich besser, Soft Cases hingegen lassen sich etwas komfortabler herumtragen und verstauen. Hier kannst du ganz nach persönlicher Präferenz gehen. Ukulele-Koffer sind gerade für den Winter oder wenn die Luft zu trocken ist, gut geeignet für die Lagerung deiner Ukulele - und sie haben den Vorteil, dass man sie mit vielen lustigen Aufklebern versehen kann 😉

Ukulele Koffer mit Hawaii Aufklebern

Brauche ich einen Gurt? 

Sagen wir mal so: Es gibt Lehrer:innen, die ihre Schüler:innen auch schon mal nach Hause schicken, wenn sie an ihrer Ukulele keinen Gurt haben. Wir finden, das ist Geschmackssache und spielen selbst komplett ohne Gurt. Aber natürlich hilft der Gurt, gerade zu Anfang, weil man sich erst mal gar keine Gedanken darum machen muss, die Ukulele festzuhalten. Schaden kann es also nicht.

Wenn deine Ukulele bereits einen Gurtpin am Boden installiert hat, bist du super ausgestattet. Falls nicht, kannst du bei deiner Bestellung einen Pin mit in den Warenkorb legen und uns eine Nachricht schreiben; wir installieren ihn gern und unentgeldlich für dich. Mehr zum Thema Gurtpins und Gurt findest du in unserem Blog Post dazu.

Auch Äußerlichkeiten zählen – die richtige Wahl der Stimmwirbel

Für Einsteiger ist es übrigens sinnvoll, darauf zu achten, dass die Ukulele mit sogenannten „Geared Tuning Pegs“ kommt, das sind Stimmwirbel mit indirekter Mechanik, die seitlich an der Kopfplatte herausragen. Anders sind sogenannte Friction Pegs, Stimmwirbeln mit direkter Mechanik, die nach hinten abstehen und der Ukulele einen sehr traditionellen Look geben. Direkte Mechaniken lassen sich etwas schwieriger stimmen und müssen (je nach Modell) häufig immer wieder mit einem Schraubenzieher festgezogen werden. Mit Geared Tuning Pegs machst du dir das Stimmen für den Anfang einfacher und deine Ukulele bleibt länger gut gestimmt. Klanglich machen die Tuner übrigens keinen Unterschied.
 

Ukulele vor blauem Hintergrund 

Das absolut wichtigste ist: Deine Ukulele gefällt dir! Viel mehr ist eigentlich nicht nötig – für den Beginn einer großen Liebe.

Picture Credits:
1. Maria Mahler
2. Matthew Henry from Burst, modifiziert
3. Vanessa Bucceri on Unsplash
4. stgilesmusic from Pixabay
5. Maria Mahler
6. Samantha Hurley from Burst

Eine schöne Einsteiger-Ukulele?! Findest du hier: 

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