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Ein Frankfurter Original - Der Ukulele Schoppe geht in die zweite Runde

Geposted von Maria Mahler am

<< Update: Nach gründlichen Überlegungen und schweren Herzens müssen die Veranstalter den 2. Frankfurter Ukulele-Schoppe aufgrund der Corona-Pandemie absagen. >>

 

So spritzig und eigensinnig wie Frankfurt selbst: Am 25. April 2020 findet der zweite Frankfurter Ukulele-Schoppe in der Main-Metropole statt. Das Erfolgskonzept – das schon im Vorjahr umgesetzt wurde und den Schoppe deutlich von anderen Festivals unterscheidet – wird fortgesetzt. Statt Workshops zu verschiedenen Themen und Stilen anzubieten, wird beim Schoppe in mehreren Workshops, abgestimmt auf die unterschiedlichen musikalischen Fähigkeiten der Teilnehmer, ein gemeinsames Klassikstück eingeübt - passend zum Beethoven-Jahr 2020 wird es dieses Jahr ein Stück von Beethoven sein. Am Abend bildet es den Auftakt zu einem Konzert, das mit Künstlern wie The Ukuleleaves die Vielfältigkeit der Ukulele unter Beweis stellt.  

Logo des Frankfurter Ukulele Schoppe auf Holz

Das Programm des Frankfurter Ukulele Schoppe

Eingeläutet wird das Festival am 24. April mit einem Workshop von Roland Prakken, der in seinem einstündigen "Rock-a-Lele"-Workshop, wie sich berühmte Rock-Riffs auf die Ukulele übertragen lassen. Später kommen allen Dozenten zu einem gemeinsamen Auftritt zusammen und jammen sich mit befreundeten Musikern durch die jüngsten Jahrzehnte der Musikgeschichte. Das Kick Off Event findet im Café und Restaurant Die Brücke in Sachsenhausen (Brückenstraße 19, Frankfurt) statt und ist und offen für alle. 

Der 25. April steht ganz im Zeichen der Ensemble-Workshops in denen ein mehrstimmiges, klassisches Stück eingeübt wird. Die Idee: Egal, wie gut die Teilnehmer spielen können, sie leisten einen aktiven Beitrag für den gemeinsamen Auftritt am Abend, denn die drei Workshops sind den verschiedenen Fähigkeiten der Teilnehmer angepasst – von leicht Fortgeschrittenen bis hin zu geübten Enthusiasten. Geleitet werden die Workshops von Roland Prakken, Marcella Hagenauer, David Horn und Iso Herquist.

Am Abend wird das geprobte Stück zum Auftritt gebracht und bildet somit den Auftakt zu einem Konzertabend der vielfältiger kaum sein könnte. Von Kabarett bis Gentlemen Pop, von modernem Ukulele-Sounds bis hin zu philosophischer Weltanschauen – es wird wahrlich weltumspannend. Auf der Bühnen stehen Katalyn Hühnerfeld, Ukuleleprediger Samuel Beck, Die Crooners und das Ukulele-Duo The Ukuleleaves.

All diese Künstler eint eines: die Ukulele. Doch da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf - und das ist beabsichtigt, wie Iso Herquist, Initiator des Schoppe erklärt. Die Ukulele ist dabei, sich von ihrem Image als "exotisches Instrument" zu lösen und beginnt, sich in der Musikszene zwischen den traditionelleren Instrumenten zu etablieren. Das wird der Frankfurter Ukulele-Schoppe sicht- und vor allem hörbar machen.

Das ganze Programm findet ihr hier und auf Facebook informieren wir euch regelmäßig über Updates, stellen euch die Künstler vor und wecken die gemeinsame Vorfreude 

Iso Herquist
Photo Credit: Jeannette Petri

Open Mic mit The Ukulele Ambassador Diana All

Den Abschluss des Festivals bildet ein Open Mic Frühschoppen am Sonntagmorgen (26. April), organisiert und moderiert von Diana All. In der Szene auch bekannt als The Ukulele Ambassador, verbindet die studierte Medienwissenschaftlerin ihre Reisen um die Welt mit ihrer Leidenschaft für die Ukulele und bringt als Bindeglied der internationalen Community Künstler, Festivals und Ukulele-Spieler zusammen. Beim Open Mic haben ambitionierte Spieler die Möglichkeit, selbst vor Publikum aufzutreten.

Diana All The Ukulele Ambassador

Anmeldung zum Frankfurter Ukulele Schoppe

Du willst dich zum Ukulele Schoppe anmelden, weißt aber noch nicht welches Ticket du brauchst? 

Mit einem Workshop-Ticket sicherst du dir gleichzeitig Zugang zum Konzert am Abend. Willst du am Workshop nicht teilnehmen, hast du die Möglichkeit ein reines Konzert-Ticket zu kaufen. 

Das Kick Off im Café Brücke am Freitagabend und der Open Mic Frühschoppen am Sonntag sind für Besitzer eines Workshop-Tickets kostenlos; ohne Ticket kostet der Eintritt je 5 Euro (Bezahlung vor Ort). 

Der Workshop von Roland Prakken kostet 15 Euro und kann vor Ort bezahlt werden. Anmelden könnt ihr euch dafür hier.  

Wer ist eigentlich dabei?! Wir stellen dir die Dozenten und Künstler des Ukulele Schoppe vor

Iso Herquist

Iso bezeichnet sich selbst als Lümmeldäne mit Ukulele. Wir haben ihn gefragt, wie er zu dem kleinen Instrument überhaupt gekommen ist? 
"Dafür muss ich ein bisschen ausholen. Aufgewachsen bin ich bei meiner Oma in Dänemark, in Ristinge, einem kleinen Fischerdörfchen, das inzwischen hauptsächlich aus Ferienhäusern besteht – mitten in der Pampa also. Dort war nicht viel zu tun, also beschloss ich, ein Instrument zu lernen und wählte allen Widrigkeiten zum Trotz: den Kontrabass. Wer schon mal nachts auf einem Klapprad mit einem Kontrabass von Rudkøbing nach Tullebølle geradelt ist, der weiß, was mit »Widrigkeiten« gemeint ist. Ich bin hart im Nehmen und blieb bei der Musik, tingelte schon früh mit verschiedensten Jazz-, Funk- und Grindcore-Bands durch Dänemark – bis meine Oma beschloss, ich solle mal was Anständiges machen. Also arbeitete ich als Fliesenleger, Art Buyer, Fischbrötchen-Schmierer, Damenwäsche-Fachverkäufer, Gummistiefel-Tester und zu guter Letzt als Smutje auf einem Charter-Segler. Und dort fand ich die Ukulele. Zugegebenermaßen nur deshalb, weil etwas anderes in der Koje keinen Platz hatte."

Roland Prakken

Roland oder der „Hamburger Ukulele-Papst“, wie er vom Hamburger Abendblatt aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten rund um den kleinen Viersaiter genannt wird. Roland ist Ukulele-Lehrer, steht selbst regelmäßig mit der Uke auf der Bühne, ist Initiator der Hamburger Ukulele-Tage und Autor des Buches „Floh im Ohr – Wie die Ukulele nach Hawaii kam“. Er widmet sich der Ukulele mit wahrlich kompromissloser Leidenschaft, die er mit seinen Schülern teilt. Rolands Musik bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Jazz der 20er und 30er Jahre, deutschen Songklassikern, Beatles und Pop und irischen Jigs.

Er kam einst über den Auftrag eines Musikverlags zur Ukulele und ist seitdem mit der Szene fest verbandelt. wir haben ihn gefragt, wie er die Entwicklung der Ukulele in Deutschland sieht. "Da passiert mächtig was. Als ich im Herbst 2017 meine ersten Hamburger Ukulele-Tage veranstaltete, musste ich mich bemühen, einen Radiotermin beim kleinen Kommunalsender TIDE zu bekommen. Im vergangenen Jahr – nur zwei Jahre später – berichtete das Kulturjournal des NDR über uns.“

Roland Prakken

Marcella Hagenauer

Marcella war schon als Kind von Musik fasziniert "Meine Tante schenkte mir meine erste Ukulele zum 4. Geburtstag – da fing es an, aber so richtig intensiv wurde es erst vor acht Jahren. Zwischendurch habe ich Gitarre spielen gelernt, Musikpädagogik studiert und an Musikschulen zu unterrichten begonnen. Als ich mich dann intensiv mit der Ukulele beschäftigte, begann ich, im Jazzensemble zu spielen. Dabei hatte ich so viel Freude, dass ich dieses Instrument unbedingt weitergeben wollte. Meine Workshops hatten so starken Zulauf, dass daraus das Ukulelenorchester der Freien Musikschule Rodgau entstand."

Marcella Hagenauer

David Horn

David ist Vollblut- und Profimusiker. Bereits in früher Kindheit entdeckte er seine Liebe zur Musik, speziell zu den Rock- und Bluesgitarristen der 60er- und 70er Jahren. Im Alter von 14 Jahren erhielt er seinen ersten Gitarrenunterricht und begann bald, sich sein Taschengeld als Gitarrist in diversen Bands aufzubessern. In Buenos Aires traf er auf den Tango-Gitarristen Roberto Calvo – ein weiterer Impuls für die Entwicklung seiner Musiker-Karriere. Während seiner Zeit an der Musikhochschule Frankfurt gesellte sich die Ukulele zu seinen Instrumenten und genießt seitdem bei Davids Konzerten und Unterrichtseinheiten den gleichen Stellenwert wie ihre sechssaitigen Verwandten.

Übrigens: 

David lehrt an verschieden Musikschulen im Rhein-Main-Gebiet und als Dozent bei Workshops.

David Horn

The Ukuleleaves

Larissa und Andi trafen sich durch die Musik, durch den Zauber der Ukulele. Wie zwei wirbelnde Blätter tanzen die beiden über die Bühne, die Finger huschen schneller und schneller über die Saiten, ihr Sound ist explosiv, melodisch und mitreißend. Egal ob Cover oder eigene Stücke, ihre Songs sprühen vor Lebensfreude, vor Spaß und vor Begeisterung für die Ukulele. Eine Passion, die sich unweigerlich überträgt. Sitzen bleiben ist hier unmöglich.

The Ukuleleaves

Katalyn Hühnerfeld

Katalyn steht seit vielen Jahren als Schauspielerin und Kabarettistin auf der Bühne. Ihre Begeisterung für die Ukulele begann ungeplant: „Als ich in einem Musikgeschäft ein neues Head Set für meine Auftritte kaufen wollte, blieb ich unvermittelt an den Ukulelen hängen und kaufte spontan eine für meine Kinder. Aber das Ukulele-Fieber ergriff vor allem mich.“ Sie nahm Unterricht bei David Horn (übrigens einer unserer Workshop-Dozenten) und begann, die Ukulele in ihr Bühnenprogramm einzubauen: „Um keine glänzende Musikerin sein zu müssen, habe ich die Songs dabei komödiantisch eingebettet.“

Katalyn Hühnerfeld

Der Ukuleleprediger Samuel

Samuel Beck bekam seine erste Ukulele von einem Zirkuskomiker geschenkt, genau im richtigen Moment, wie er sagt, "denn ich war gerade dabei mal wieder ein eigenes Programm auf die Beine zu stellen, nachdem ich fast 10 Jahre ausschließlich für den Zirkus komponiert hatte. Ich hatte vorher nur Gitarre gespielt und da die Griffe auf der Ukulele für mich völlig neu waren und ich oft nicht einmal wusste in welcher Tonart ich gerade spiele, sorgte die Ukulele dafür, dass ich auf völlig neue Ideen kam, die ich auf der Gitarre nicht gehabt hätte."

Samuel Beck der Ukulele Prediger

Die Crooners

Die Crooners spielen feinsten Gentleman-Pop. Ihre Eigenkompositionen schlagen die Brücke zwischen Jazz und Punkrock, zwischen Romantik und Rummelplatz, zwischen Spongebob und Pavarotti. Das Publikum erwartet große Gefühle: Lieder über Radios, Fahrräder, Einhörner und außerirdische Lebensformen. Aus Spaß wird Ernst – und wieder zurück!

Die Crooners